Viele Eltern vertrauen auf die Homöopathie. Dies nicht nur, weil die „sanfte Medizin“ korrekt durchgeführt praktisch ohne Nebenwirkungen ist – sondern auch, weil die Erfahrung lehrt, dass homöopathische Arzneien bei Kindern besonders effektiv wirken.
Es ist eine Besonderheit des kindlichen Organismus, bei Infekten schnell und heftig zu reagieren. So neigen Kinder sehr viel mehr als Erwachsene dazu, Erkrankungen mit (hohem) Fieber zu entwickeln – das mobilisiert die körpereigenen Abwehrkräfte und bekämpft wirksam Viren und Bakterien, die hohe Temperaturen nicht gut vertragen. Konventionellen Medikamente („Fiebersenker“, Schmerzmittel, Entzündungshemmer, u. a.) lindern lediglich Beschwerden, ohne den Verlauf der Erkrankung zu beeinflussen. Im Gegenteil, bei fieberhaften Infekten kann die übermäßige Senkung des Fiebers die Krankheitsdauer verlängern!
Symptomatisch wirkende Medikamente sind lediglich bei hohen Temperaturen mit ausgeprägter Störung des Wohlbefindens und drohenden Komplikationen, wie Kreislaufbelastung, Gefahr der Austrocknung oder Fieberkrampf, sinnvoll. Bei Berücksichtigung der Tatsache, dass die meisten Infekte der Atemwege durch Viren ausgelöst werden, ist die vielfältige Verordnung von Antibiotika völlig unverständlich. Alle relevanten Studien zeigen, dass ihr Einsatz für die meisten betroffenen Kinder, wenn überhaupt, dann nur einen sehr geringen Nutzen aufweist. Bei akuter Mittelohrentzündung erhöhen sie die Gefahr eine erneute Erkrankung durchzumachen. Die dramatische Zunahme multiresistente Erreger ist der Preis für den unnötig häufigen Einsatz antibiotischer Substanzen. Darüber hinaus ist mit häufigen Nebenwirkungen zu rechnen, 10 % der antibiotische behandelten Kinder entwickeln Hautreaktionen oder Komplikationen des Magen-Darm-Trakts.
