Anwendung
Die Wahl des passenden homöopathischen Wirkstoffs stützt sich auf die hauptsächlichen Beschwerden der akuten Krankheit. Sie werden im homöopathischen Sprachgebrauch Leitsymptome genannt. Besondere Aufmerksamkeit bekommen- Auslöser
- die persönliche Empfindung der Beschwerden und
- Modalität.
Unter einer „Modalität“ versteht man alle Umstände, die Beschwerden verbessern oder verschlechtern. Für die homöopathische Behandlung ist die genaue Beantwortung der Fragen was im Mittelpunkt steht, worunter man am meisten leidet, enorm wichtig. Ohne die Selbstbeobachtung kann kein passendes Mittel ausgewählt werden.
Die Anwendung bei akuten Erkrankungen wird als organbezogene Behandlung nach dem Muster der „bewährten Indikationen“ bezeichnet. Wenn Sie homöopathische Wirkstoffe eigenständig anwenden, wählen Sie bitte leichte akute Erkrankungen wie Schnupfen, einen fieberhaften Infekt oder eine Magen-Darmverstimmung. Beachten Sie bitte stets die Grenzen der Selbstbehandlung.
Dem gegenüber wird die Ausweitung des Ähnlichkeitsprinzips auf die Symptomatik des ganzen Menschen, auch auf den seelisch-geistigen Bereich, als konstitutionelle Homöopathie bezeichnet. Dieses Vorgehen ist charakteristisch für die Behandlung chronisch kranker Menschen. Voraussetzung ist eine gründliche homöopathische Ausbildung und Erfahrung in der homöopathischen Behandlung chronisch kranker Menschen. Um einen passenden Wirkstoff zu finden, bedarf es eines längeren Gespräches, der Homöopathischen Anamnese. Diese kann 1-2 Stunden Zeit in Anspruch nehmen.

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