Infekt; Foto:  © Elbur / fotolia
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Homöopathie im Herbst und Winter -
Homöopathische Arzneien beim Schnupfen

Dr. med. Mirko Berger - September 2016

Fieberhafte Infekte, Schnupfen, Entzündungen des Mittelohres und andere akute Erkrankungen der Atemwege werden überwiegend durch Viren ausgelöst (je nach Studie in 70 – 90%). Obwohl Antibiotika bekanntlich nur auf Bakterien wirken, erhalten die meisten Menschen mit einem akuten Atemwegsinfekt von ihrem Arzt ein Rezept für ein Antibiotikum (bis zu 90% der Betroffenen). Etliche Studien haben zweifelsfrei gezeigt, dass eine antibiotische Behandlung nur selten notwendig oder effektiv ist. 


Symptome lindern?

Bitte bedenken Sie, dass akute Symptome eines Atemwegsinfektes durchaus wünschenswerte und unverzichtbare Abwehrreaktionen darstellen - sie sind Zeichen der Auseinandersetzung des Organismus mit eindringenden Erregern. Fieber beispielsweise ist nicht etwa eine eigenständige Krankheit. Es zeigt an, dass der Körper auf Krankheitserreger reagiert und seine Abwehrkräfte mobilisiert. Bei hohen Körpertemperaturen können sich Viren und Bakterien nicht gut vermehren, Stoffwechsel und Abwehrfunktionen werden zur effektiven Arbeit angekurbelt. Sie sollten auch berücksichtigen, dass hohes Fieber, insbesondere bei Kindern, nicht zwangsläufig auf eine schwere Erkrankung hinweist - das kindliche Immunsystem reagiert schnell und heftig. Andererseits können kleine Kinder (im ersten Lebensjahr) und alte Menschen besonders empfindsam auf Fieber reagieren. Bei längerem Krankheitsverlauf und starker Einschränkung des Allgemeinbefindens sind ärztliche Kontrolluntersuchungen angezeigt.


Die genaue Betrachtung der Behandlungsmöglichkeiten bei diesen akuten Erkrankungen der Atemwege lässt uns schnell erkennen, dass pharmakologisch - medikamentös ausnahmslos symptomatisch - lindernde Maßnahmen zur Verfügung stehen. Diese Medikamente (Fiebersenker, Entzündungshemmer, Schmerzmittel o.a.) lindern zwar die Beschwerden - der Verlauf der Erkrankung wird nicht beeinflusst. Sie sind bei hohen Temperaturen mit ausgeprägter Störung des Wohlbefindens und drohenden Komplikationen, wie Kreislaufbelastung, Gefahr der Austrocknung oder Fieberkrampf sinnvoll. 


Die Homöopathie versteht sich als regulierende Methode. Homöopathische Arzneien sollen zur Selbstheilung anregen. Die Arbeit des Immunsystems wird optimiert, Erreger können effizient abgewehrt werden - dann hat unser Organismus keinen Grund mehr, Fieber (oder andere Symptome) zu entwickeln! Wie immer in der Homöopathie sollte das auszuwählende Arzneimittel möglichst gut zu den Beschwerden des kranken Menschen passen. 


Homöopathische Arzneien beim Schnupfen

Schnupfen ist nicht gleich Schnupfen! Eine gute Möglichkeit, die in Frage kommenden Arzneien zu unterscheiden, ist die Beachtung der Art der Absonderung. 


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