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Anwendung der Homöopathie

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Über Homöopathie

Darreichungsformen

Praktische Hinweise für die Selbstbehandlung

Darreichungsformen

Neben den besonders beliebten stecknadelkopfgroßen Rohrzuckerkügelchen (Globuli) gibt es homöopathische Mittel auch in Form von Tabletten, Tropfen und in Ampullen. Homöopathische Tropfen enthalten Alkohol. Für die lokale Behandlung gibt es die Wirkstoffe auch als Salben.
 
Globuli - Bryonia D12

Welche Potenz?

In welcher Potenz nimmt man die Wirkstoffe am besten? Wenn Sie homöopathische Mittel bei akuten Erkrankungen selbstständig anwenden, hat sich vor allem die die Potenz D12 durchgesetzt. Der Grund: Ist das Mittel passend, können D12-Potenzen schnell wirken. Die Fähigkeit zur Regulation und Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte ist bei diesem Potenzierungsgrad bereits stark ausgebildet (zur Erinnerung: je höher die Potenz, desto stärker der Reiz für den Organismus - bei gegebener Ähnlichkeit). Wirkstoffe in der Potenz D12 entfalten selbst bei versehentlicher Überdosierung keine toxischen Wirkungen. Werden die beschriebenen Regeln beachtet sind sie ohne Nebenwirkungen.
 

Wieviel?

Die einzelne Gabe eines homöopathischen Mittels besteht aus:

  • 4-5 Globuli
  • 5-10 Tropfen
  • 1 Tablette
 

Wie oft?

Wie häufig homöopathische Mittel einer D12 Potenz eingenommen werden sollten, richtet sich nach der Aktualität der Beschwerden. Faustregel:

Je akuter die Krankheit, desto häufiger sollte die Einnahme erfolgen.

Geht es dem Patienten zunehmend besser, muss die Arznei nicht mehr so oft eingenommen werden.

Die Dosierung kann z.B. nach folgendem Schema vorgenommen werden:

Sind die Beschwerden sehr akut, z.B. bei hohem Fieber, starken Schmerzen, hohem Leidensdruck, ist es ratsam, die passende Substanz zunächst stündlich einzunehmen (bis zu 10 Stunden). Am zweiten Tag genügt, je nach Gesundheitszustand, die 2 – 4mal täglich Einnahme. Sind die Symptome bereits zu Beginn weniger stark ausgeprägt, reicht schon zu diesem Zeitpunkt eine 2 - 4malige Behandlung am Tag.

Entscheidend für die Behandlung ist die Wahl des passenden Wirkstoffes. Die Einnahmehäufigkeit spielt in der Regel eine untergeordnete Rolle.
 

Wie einnehmen?

Homöopathische Mittel wirken über die Mundschleimhaut, deshalb sollte zwischen der Einnahme und einer Mahlzeit ein Abstand von ca. 10 Minuten liegen. Die Gabe kann vor oder nach dem Essen erfolgen. Das Gleiche gilt für die Zahnpflege. Um einen intensiven Kontakt mit der Schleimhaut zu gewährleisten, sollte der Wirkstoff möglichst lange im Mund zergehen können.
 
Nicotiana tabacum

Wie verläuft die Behandlung?

Die homöopathische Behandlung kann ein starker Heilungsimpuls für den erkrankten Organismus sein. Bei sehr akuten Beschwerden sollte die Besserung rasch einsetzen - vorausgesetzt es wurde ein passendes Mittel ausgewählt. Tritt keine deutliche Wirkung ein, kann, sofern es der Zustand erlaubt, die Auswahl überprüft und gegebenenfalls ein anderer Wirkstoff gewählt werden. Falls Sie sich unsicher sind, sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen.

Eine so genannte Erstreaktion kann nach Beginn jeder homöopathischen Behandlung auftreten. Diese besteht in einer vorübergehenden Verstärkung der bestehenden Beschwerden. Bei akuten Störungen der Gesundheit spielt die Erstreaktion meist keine gravierende Rolle. Bei einer deutlichen Verschlechterung des Zustandes konsultieren Sie bitte immer einen Arzt.

Wenn die Beschwerden vollständig abgeklungen sind, kann die Einnahme beendet werden.
 
Mentholfreie Zahnpasta

Was stört die Behandlung?

Verschiedenen Stoffen wird die Fähigkeit zugeschrieben, die Wirkung homöopathischer Mittel abzuschwächen oder gar aufzuheben. Ihre Einnahme oder Anwendung sollte während der Behandlung nach Möglichkeit vermieden werden. Die Bedeutung dieser „Antidotierung“ wird von Homöopathen unterschiedlich beurteilt. Wichtiger dürfte diese Frage bei der Behandlung chronischer Krankheiten sein.

Folgende Stoffe sind insbesondere bei der homöopathischen Behandlung chronischer Erkrankungen zu meiden:

  • Kaffee
  • Menthol, Pfefferminze, Kampfer, Kamille
    z.B. zur Mundpflege und in Einreibungen, in Bonbons oder als Kaugummi


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