Geschichte der Homöopathie
Was krank macht, kann auch heilen. So lautet die homöopathische Kernthese. Oder: Ähnliches hilft (siehe Ähnlichkeitsprinzip). Erste Hinweise auf diese entscheidende Säule der homöopathischen Medizin finden sich bereits im Alten Testament, bei Aristoteles und Hippokrates. Also lange bevor der sächsische Arzt Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann das Prinzip der sanften Medizin (wieder-) entdeckte. Doch die systematische Beschreibung und der Ausbau zu einem anwendbaren Heilsystem ist der Verdienst des engagierten Mediziners. Der Begründer der Homöopathie wurde 1755 in Meißen geboren. Nachdem er sein Medizinstudium in Leipzig abgeschlossen hatte, arbeitete er als Arzt, Chemiker und Pharmazeut. Die therapeutischen Möglichkeiten der Medizin seiner Zeit frustrierten ihn zunehmend. Ihm genügte es auf Dauer nicht, die bis dahin gängigen Arzneien, die nicht selten selbst giftige Eigenschaften hatten, zu verordnen. Er wollte die Hintergründe von Krankheit und Genesung erkunden. So betrieb er zahlreiche Studien in verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen.